Übungen
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
17. Samstag / September 2011
Gefahrgutübung der ostfriesischen Feuerwehren
Am Sonnabend fand in Norden die diesjährige Gefahrgutübung der ostfriesischen Feuerwehren statt. Mehr als 130 Einsatzkräfte der Gefahrguteinheiten aus den Landkreisen Aurich, Leer und Wittmund sowie der Stadt Emden und das Technische Hilfswerk (THW) Norden nahmen an der Großübung teil.
Für die Gefahrgutgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Norden begann die Übung bereits mit dem ersten Hahnenschrei. Schon um 6 Uhr trafen sie sich die Mitglieder um die letzten Vorbereitungen zu treffen. Die ausgearbeitete Lage sah es vor, dass ein Jogger gegen 6.15 Uhr im Watt in Höhe des Norddeicher Campingplatzes mehrere Fässer entdeckt hat. Über Notruf teilt er seinen Fund der Rettungsleitstelle mit. Die darauf alarmierte Norder Gefahrgutgruppe rückt mit mehreren Fahrzeugen zum Fundort aus. Dort angekommen können die Einsatzkräfte den Fund bestätigen. Im Watt liegen weiträumig verteilt mindestens 15 Fässer, einige sind stark deformiert. Angaben zum Inhalt können zunächst nicht gemacht werden, da die Etiketten sich im Wasser abgelöst haben und die Helfer sich den Fässern deshalb nicht nähern wollen.
Die ebenfalls alarmierte Wasserschutzpolizei Wilhelmshaven kann hierzu jedoch zügig weitere Angaben machen. Ihr liegen Erkenntnisse vor, dass ein Frachtschiff in der Nordsee in Höhe der niederländischen Insel Texel mehrere Container verloren hat. Es ist anzunehmen, dass die gefundenen Fässer den Containern zugeordnet werden können. Demnach beinhalten die Fässer Schwefelsäure.
Auf Grund dieser Information ziehen sich die Feuerwehrleute zurück und sperren den Fundort weiträumig ab und fordern weitere Spezialkräfte an. Letztere stammen aus Sandhorst und Holtrop sowie den Nachbarlandkreisen Leer und Wittmund sowie der Stadt Emden. Bis diese Fachgruppen in Norddeich eintreffen, vergeht jedoch einige Zeit. Am Schulzentrum Wildbahn wird ein Bereitstellungsraum eingerichtet. Dort sammeln sich die auswertigen Kräfte und fahren gemeinsam zum Einsatzort. Die Aufträge sahen neben der Bergung der Fässer erst einmal Messeinsätze vor, die Klarheit bringen sollen, ob bereits Giftstoffe ausgetreten sind. Sollte dies der Fall sein, so müsste eventuell in Abhängigkeit zur Höhe der Messwerte und der Windrichtung bewohntes Gebiet evakuiert werden.
Nachdem die Messtrupps Entwarnung geben können, beginnt die Bergung. Dies ist für die Einsatzkräfte eine kräftezerrende und nahezu unlösbare Aufgabe. In Chemikalienschutzanzügen (CSA) bahnen sich die Helfer den Weg durch das matschige Watt. Nach nur wenigen Metern bleiben die Feuerwehrleute aber bereits stecken und müssen sich gegenseitig aus dem Schlamm ziehen. Dass diese Aufgabe, auch bei einer Übung, nicht ungefährlich ist, bekamen die Helfer am eigenen Leib zu spüren. Nachdem die Feuerwehrleute das Kriechen auf allen Vieren als geeignete Fortbewegungsart im Watt für sich festgestellt haben, gingen erneut zwei Feuerwehrleute zur Bergung ins Watt. Auf dem Weg zurück an den Deichfuß, blieb einer der Männer im Matsch stecken und bekam Panik. Durch Winken machte er auf seine Notsituation aufmerksam, worauf gleich mehrere Helfer vom Deichfuß los stürmten, um ihren Kameraden zu helfen. Mit einem Messer wurde der Schutzanzug geöffnet und anschließend die Atemschutzmaske des Feuerwehrmannes abgezogen. Mit einer Trage wurde der Atemschutzgeräteträger an den Deich gebracht und den Helfern des Deutschen Roten Kreuzes übergeben. Da der Mann eindeutige Erschöpfungsanzeichen aufwies, wurde er vom Rettungsdienst ins Norder Krankenhaus gebracht. Dies konnte er am Sonntag wohlauf wieder verlassen.
Bis das letzte der rund 200 Kilogramm schweren Fass sicher geborgen werden kann, vergehen mehrere Stunden. Die Helfer müssen mehrfach ausgewechselt werden. Erst gegen Mittag kann die Sperrung wieder aufgehoben und die Einsatzstelle verlassen werden. Im Hilfeleistungszentrum, dem Domizil der Norder Wehr, folgt dann ein gemeinsames Mittagessen. Mit dem Verlauf der Übung zeigten sich die Führungskräfte der einzelnen Einheit durchaus zufrieden. Allen Beteiligten wurde aber deutlich vor Augen geführt, wie Personal- und Zeitintensiv solch ein Einsatzszenario ist und wie wichtig die frühzeitige Alarmierung von Fachkräften ist. In Kürze wird eine Nachbesprechung folgen. Dann wird auch der eingetretene Notfall besprochen und das zukünftige Vorgehen bei möglichen Einsätzen festgelegt. Die gemachten Erfahrungen sollen schließlich zur Weiterentwicklung der Einsatztaktik dienen.
Die ostfriesischen Feuerwehren haben vor einigen Jahren eine Arbeitsgruppe Gefahrgut gegründet. In regelmäßigen Abständen tauschen die Mitglieder dieser Gruppe ihre Erfahrungen aus, unternehmen Besichtigungen möglicher Einsatzobjekte und bereiten solche Übungen vor.Am Sonnabend fand in Norden die diesjährige Gefahrgutübung der ostfriesischen Feuerwehren statt. Mehr als 130 Einsatzkräfte der Gefahrguteinheiten aus den Landkreisen Aurich, Leer und Wittmund sowie der Stadt Emden und das Technische Hilfswerk (THW) Norden nahmen an der Großübung teil.
Für die Gefahrgutgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Norden begann die Übung bereits mit dem ersten Hahnenschrei. Schon um 6 Uhr trafen sie sich die Mitglieder um die letzten Vorbereitungen zu treffen. Die ausgearbeitete Lage sah es vor, dass ein Jogger gegen 6.15 Uhr im Watt in Höhe des Norddeicher Campingplatzes mehrere Fässer entdeckt hat. Über Notruf teilt er seinen Fund der Rettungsleitstelle mit. Die darauf alarmierte Norder Gefahrgutgruppe rückt mit mehreren Fahrzeugen zum Fundort aus. Dort angekommen können die Einsatzkräfte den Fund bestätigen. Im Watt liegen weiträumig verteilt mindestens 15 Fässer, einige sind stark deformiert. Angaben zum Inhalt können zunächst nicht gemacht werden, da die Etiketten sich im Wasser abgelöst haben und die Helfer sich den Fässern deshalb nicht nähern wollen.
Die ebenfalls alarmierte Wasserschutzpolizei Wilhelmshaven kann hierzu jedoch zügig weitere Angaben machen. Ihr liegen Erkenntnisse vor, dass ein Frachtschiff in der Nordsee in Höhe der niederländischen Insel Texel mehrere Container verloren hat. Es ist anzunehmen, dass die gefundenen Fässer den Containern zugeordnet werden können. Demnach beinhalten die Fässer Schwefelsäure.
Auf Grund dieser Information ziehen sich die Feuerwehrleute zurück und sperren den Fundort weiträumig ab und fordern weitere Spezialkräfte an. Letztere stammen aus Sandhorst und Holtrop sowie den Nachbarlandkreisen Leer und Wittmund sowie der Stadt Emden. Bis diese Fachgruppen in Norddeich eintreffen, vergeht jedoch einige Zeit. Am Schulzentrum Wildbahn wird ein Bereitstellungsraum eingerichtet. Dort sammeln sich die auswertigen Kräfte und fahren gemeinsam zum Einsatzort. Die Aufträge sahen neben der Bergung der Fässer erst einmal Messeinsätze vor, die Klarheit bringen sollen, ob bereits Giftstoffe ausgetreten sind. Sollte dies der Fall sein, so müsste eventuell in Abhängigkeit zur Höhe der Messwerte und der Windrichtung bewohntes Gebiet evakuiert werden.
Nachdem die Messtrupps Entwarnung geben können, beginnt die Bergung. Dies ist für die Einsatzkräfte eine kräftezerrende und nahezu unlösbare Aufgabe. In Chemikalienschutzanzügen (CSA) bahnen sich die Helfer den Weg durch das matschige Watt. Nach nur wenigen Metern bleiben die Feuerwehrleute aber bereits stecken und müssen sich gegenseitig aus dem Schlamm ziehen. Dass diese Aufgabe, auch bei einer Übung, nicht ungefährlich ist, bekamen die Helfer am eigenen Leib zu spüren. Nachdem die Feuerwehrleute das Kriechen auf allen Vieren als geeignete Fortbewegungsart im Watt für sich festgestellt haben, gingen erneut zwei Feuerwehrleute zur Bergung ins Watt. Auf dem Weg zurück an den Deichfuß, blieb einer der Männer im Matsch stecken und bekam Panik. Durch Winken machte er auf seine Notsituation aufmerksam, worauf gleich mehrere Helfer vom Deichfuß los stürmten, um ihren Kameraden zu helfen. Mit einem Messer wurde der Schutzanzug geöffnet und anschließend die Atemschutzmaske des Feuerwehrmannes abgezogen. Mit einer Trage wurde der Atemschutzgeräteträger an den Deich gebracht und den Helfern des Deutschen Roten Kreuzes übergeben. Da der Mann eindeutige Erschöpfungsanzeichen aufwies, wurde er vom Rettungsdienst ins Norder Krankenhaus gebracht. Dies konnte er am Sonntag wohlauf wieder verlassen.
Bis das letzte der rund 200 Kilogramm schweren Fass sicher geborgen werden kann, vergehen mehrere Stunden. Die Helfer müssen mehrfach ausgewechselt werden. Erst gegen Mittag kann die Sperrung wieder aufgehoben und die Einsatzstelle verlassen werden. Im Hilfeleistungszentrum, dem Domizil der Norder Wehr, folgt dann ein gemeinsames Mittagessen. Mit dem Verlauf der Übung zeigten sich die Führungskräfte der einzelnen Einheit durchaus zufrieden. Allen Beteiligten wurde aber deutlich vor Augen geführt, wie Personal- und Zeitintensiv solch ein Einsatzszenario ist und wie wichtig die frühzeitige Alarmierung von Fachkräften ist. In Kürze wird eine Nachbesprechung folgen. Dann wird auch der eingetretene Notfall besprochen und das zukünftige Vorgehen bei möglichen Einsätzen festgelegt. Die gemachten Erfahrungen sollen schließlich zur Weiterentwicklung der Einsatztaktik dienen.
------------------------------------------------------------- |
Text: © Feuerwehr Norden / Bilder © Blaulicht-Emden
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
12. Samstag / September 2011
Organisatoren zufrieden mit Großübung auf Borkum
Emden/Leer/Borkum - Zufrieden sind die Organisatoren mit dem Ablauf der Großübung auf der Insel Borkum. "Bis auf ein paar Kleinigkeiten hat alles bestens geklappt", zog der Ärztliche Leiter des Rettungsdienstes des Landkreises Leer, Dr. Frank Simon, Bilanz. Mehr als 100 Rettungshelfer und Feuerwehrleute hatten am Sonnabend an der Übung teilgenommen. Angenommen wurde eine schwere Explosion an der Reede auf Borkum. Zum Übungsplan gehörten mindestens 30 Verletzte.
Kurz nach 11 Uhr wurde die Schnelleinsatzgruppe (SEG) in Emden alarmiert. Um 11.30 Uhr startete ein Hubschrauber von Emden aus, um die ersten Retter mit ihren Geräten zur Insel zu bringen. Insgesamt flog der Hubschrauber dreimal zwischen Emden und Borkum. Das Drehbuch der Übung sah vor, dass die Feuerwehr Borkum Verletzte aus dem Gefahrenbereich holt und sie zu Sammelpunkten bringt. Dort nahmen dann Mediziner und weitere Rettungskräfte eine Sichtung der "Verletzten" vor und versorgten sie mit dem Nötigsten. Im Ernstfall wären sie anschließend mit Hilfe von Hubschraubern auf Krankenhäuser auf dem Festland verteilt worden, weil der reguläre Rettungsdienst auf Borkum nicht auf eine Zahl von 30 und mehr Verletzten ausgelegt ist.
Als gegen 14 Uhr die Großübung beendet war, fiel Simon ein Stein vom Herzen: "Die ärztliche Versorgung mi einer so großen Anzahl von Verletzten stellt schon unter normalen Umständen eine große Herausforderung dar, wenn sie auf der Insel vorgenommen werden muss, wird es noch schwieriger." Die Übung kostete etwa 10 000 Euro.
Text: © Ostfriesen Zeitung / Bilder © Blaulicht-Emden
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
13. Samstag / August 2011Chlorgasexplosion im Borssumer Freibad fordert zahlreiche Verletzte. Großübung der Emder Feuerwehr und dem deutschen Roten Kreuz.
Zu einer Chlorgasexplosion im Borssumer Freibad rückte die Emder Feuerwehr gestern Abend gegen 18.41 Uhr in den Stadtteil Borssum aus. Gemeldet worden war ein Feuer nach einer Verpuffung. Der daraufhin alarmierten Löschzug der hauptberuflichen Wachbereitschaft sowie die Ortsfeuerwehren Borssum und Widdelswehr/Petkum erhielten noch auf ihrer Anfahrt eine Änderung der Lagemeldung, nach dem der Schwimmmeister des Bades bei einem zweiten Notruf von einer Explosion der Chlorgasanlage und von rund 12, noch auf dem Gelände befindlichen Badegästen berichtete. Bereits beim Eintreffen der ersten Kräfte wurde eine verletzte Person im Eingangsbereich des Freibades aufgefunden und versorgt. Die von der Einsatzleitung sofort eingeleitete Menschenrettung gestaltete sich in den stark verqualmten Räumen als schwierig. Aufgrund des austretenden Chlorgases wurde die Gefahrgutgruppe angefordert, die das Gelände in einem Radius von 50 Metern absperrte und kontinuierlich Messproben aus der Umgebungsluft nahmen.
Nur unter Atemschutz konnten sich die Einsatzkräfte der Feuerwehr auf dem Gelände zur Personensuche und Brandbekämpfung aufhalten und dieses auch nur zeitlich beschränkt. Um die Menge an benötigten Atemschutzgeräteträgern ausreichend gewährleisten zu können, wurden allen verfügbaren Ortsfeuerwehren der Stadt zum Einsatzort beordert. Um über ausreichend Löschwasser zu verfügen, wurden über 800 Meter Schlauchleitungen verlegt. Dieses wurde aus dem, durch den Stadtteil fließenden Ems-Seitenkanal, mittels einer Hochleistungspumpe gefördert. Um schnellstmöglich auf wechselnde Lagemeldungen und die Koordination, der in Einsatzabschnitte aufgeteilten Einsatzstelle reagieren zu können, wurde die Informations- und Kommunikations-Gruppe mit ihrer mobilen Einsatzleitstelle alarmiert. Diese koordinierte auch das Warnen der Bevölkerung im betroffenen Stadtteil. Einsatzfahrzeuge fuhren mit Lautsprecherdurchsagen durch die Straßen und wiesen die Bevölkerung an, Türen und Fenster geschlossen zu halten. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass zu keiner Zeit Gefahr für die Bevölkerung bestand. Der angeforderte Versorgungszug der Emder Feuerwehr versorgte die erschöpften Einsatzkräfte mit Heiß- und Kaltgetränken. Zum Abschluss dieser großangelegten Übung wurden alle 12 vermissten Personen gefunden unddurch das DRK der Stadt Emden versorgt. Wie der Übungsleiter und Leiter der Gefahrgutgruppe, Sascha Smidt, beim Übungsende um 20.45 Uhr mitteilte, seien die Emder Einsatzkräfte bei dieser unangemeldeten und realitätsnahen ausgearbeiteten Übung tatsächlich von einem Ernstfall ausgegangen, so das der Gefahrgutzug des Landkreises Leer über die Rettungs- und Leitstelle Emden angefordert worden war. „Hier rollten die Fahrzeuge bereits“, so Kai-Gerold Düselder, Mitiniziator der Übung. „ Wir haben die Leeraner Einsatzkräfte über die Leiststelle sofort angewiesen diesen vermeintlichen Einsatz abzubrechen“, so Düselder weiter. Dass es sich um eine mögliche Fehlentscheidung des zuständigen Einsatzleiters der Gefahrgutgruppe handeln könnte, wies Sascha Smidt entschieden zurück. „ Der zuständige Einsatzleiter Gefahrgut wie auch der Leitstellen-Disponent hätten sich korrekt verhalten“. „ Bei einem Ernstfall hätten wir auf die Unterstützung der Leeraner zugegriffen“, so Smidt und fügt schmunzelnd hinzu, das ihm plötzlich ein Mitglied des Gefahrgutzugs aus dem LK Leer in vollständiger Einsatzkleidung gegenüberstand. Dieser war privat auf dem Weg von Emden nach Leer als ihn die vermeintliche Alarmierung erreichte. „ Er sei dann umgehend zum Freibad nach Borssum geeilt um erste Informationen für seine Kameraden zu sammeln“. Das zu dieser Zeit die „Entwarnung“ der Leeraner ausgesprochen worden sei, hatte er nicht mitbekommen. Er berichtete dass der Gefahrgutzug bereits am Vormittag zu einer Übung gerufen worden war. „Er sei nicht davon ausgegangen, dass dieser zwei Mal am Tag zu einer Übung gerufen würde und war in Emden von einem realen Einsatz ausgegangen“, berichtet Smidt. Auch seitens der Einsatzkräfte aus Leer sei nicht von einer Fehlentscheidung durch die Emder gesprochen worden, so Smidt abschließend.
An der rund zweistündigen Übung nahmen etwa 100 Einsatzkräfte der Emder Feuerwehr mit 23 Einsatzfahrzeugen sowie 10 Einsatzkräfte mit drei Fahrzeugen des DRK OV Emden teil. In einer Abschlussbesprechung aller beteiligten Führungskräfte untermauerte die Übungsleitung um Smidt den Sinn einer solchen Übung. "Wir brauchen einen realistischen Überblick, wie leistungsfähig und schnell unsere Feuerwehr und die Sondereinheiten sind. „Es nutzt uns gar nichts, wenn alle Feuerwehrleute eine traditionelle Übung im Herbst erwarten“. Die Auswertung dieser Übung wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen, bereits aufgenommene Mängel und Fehler, die selbstverständlich auftreten können und auch in einer solchen Übung auftreten, würden aufgearbeitet und abgestellt so der einstimmige Tenor.
Bemängelt wurde das Verhalten der zahlreichen Schaulustigen, die teilweise die Absperrungen missachteten und die Einsatzkräfte dadurch behinderten. Hier appeliert die Feuerwehr in Zukunft bei Einsätzen und Übungen sich an die Absperrmassnahmen zu halten um sich und andere nicht in Gefahr zu bringen. Dennoch brachte die Übungsleitung ihre starke Zufriedenheit über den Übungsverlauf zum Ausdruck. Sie sprachen davon, dass alle Einsatzkräfte reibungslos und Hand in Hand zusammengearbeitet haben. Die gemeinsame Zusammenarbeit mache sich bemerkbar. Dies gelte auch für die DRK-Ortsgruppen, welche bei der jährlichen Hauptübung nicht fehlen dürfen. DRK-Ortsgruppenleiter Theo Schoon und die Zuständigen der Friesentherme, zu dem das Freibad Borssum gehört, Betriebsleiter Eberhard Schwarzenau und Schwimmmeister Martin Krebs, zogen ein ebenso positives Resümee. Einen großen Dank richtete die Übungsleitung an die Zuständigen der Friesentherme. Diese hatten sich bereits im Vorfeld positiv zur geplanten Übung geäußert und sich intensiv an der Umsetzung dieser Großübung beteiligt.
© Feuerwehr Emden / J. Riese
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
03.April 2011
Gefahrgutgruppe der Feuerwehr Emden absolviert Strahlenschutz-Messübung
Die Gefahrgutgruppe der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Emden absolvierte am Sonnabend, 02.04.2011, gemeinsam mit Einsatzkräften der Hauptberuflichen Wachbereitschaft eine Strahlenschutz-Messübung. Wie der Leiter der Gefahrgutgruppe Sascha Smidt mitteilte, rückten insgesamt 23 Einsatzkräfte mit 6 Einsatzfahrzeugen zu einem vermeintlich mit radioaktiver Strahlung kontaminierten Objekt aus.
Ziel war das Messen und Aufspüren von Radioaktivität. Ausgerüstet mit weißen Overalls, Filtergeräten suchten
zwei Trupps mittels Dosisleistungsmessgerät und Teletektorsonde nach dem unsichtbarem Gefahrenstoff. Aber nicht nur sichtbare Messgeräte kamen zum Einsatz. Wie Smidt berichtet, ist jede Einsatzkraft, die sich im unmittelbaren Gefahrenbereich aufhält, mit einem Scheckkarten großen Messgerät, dem so genannte Filmdosimeter, ausgestattet der zum persönlichen Schutz direkt am Körper getragen wird. Diese kleinen Geräte messen die Strahlenbelastung am Körper. So kann dokumentiert werden, ob die Einsatzkräfte möglicherweise kontaminiert wurden. Erst nach dem Einsatz dürfen die Filmdosimeter entfernt werden“, so Smidt weiter.
Neben dem richtigen Anlegen der Schutzausrüstung, lag das Hauptaugenmerk auf der korrekten Handhabung der hochkomplexen technischen Messgeräte, die der Feuerwehr Emden zur Verfügung stehen sowie der Dekontamination. Während der gesamten Übung wurde die Umgebungsluft auf etwaige Strahlung gemessen. Gerade im Bereich von Unfällen mit Radioaktivität wird eine lückenlose Dokumentation gefordert und gewährleistet betont der Leiter der Gefahrgutgruppe.
Nach dem die eingesetzten Einsatzkräfte keine Strahlenbelastung feststellen konnten, wurde die Übung nach rund 2 Stunden erfolgreich beendet. Auch diese erfolgreiche Übung zeigte, dass die Freiwillige Feuerwehr Emden über hochmoderne Mess- und Einsatzgerätschaften verfügt und die Mitglieder der Gefahrgutgruppe hervorragend ausgebildet und im Falle eines möglichen Unfalls mit Gefahrenstoffen jeglicher Art zu jeder Zeit einsatzbereit sind.
© Feuerwehr Emden / J. Riese
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
02.April 2011Katastrophenschutzübung der Feuerwehr Emden
Wieder einmal opferten die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Emden ihre Freizeit, für die Sicherheit der Emder Bevölkerung.
Mit einer groß angelegten Katastrophenschutzübung sollte die Bevölkerung sensibilisiert werden. Um 15.00 Uhr, heulten heute im gesamten Stadtgebiet die Sirenen in einem einminütigem auf- und abschwellenden Ton. Kurze Zeit später waren Lautsprecherdurchsagen zu hören. Die Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr fuhren durch jede Straße im ganzen Stadtgebiet. Neben den zur Verfügung stehenden Warnsystemen wie Sirenen, Warnmeldungen per SMS oder E-Mail durch das System KATWARN, Radiodurchsagen sowie die Einrichtung eines Bürgertelefons, sollten auch die Lautsprecherdurchsagen beübt werden, teilten die zuständigen Ordnungsbehören der Stadt Emden mit, die in diesem Fall für die Warnung der Bevölkerung zuständig sind.
Um 16.00 Uhr heulten erneut die Sirenen, dieses mal in einem einminütigen Dauerton um die Entwarnung anzuzeigen. Bei einer Abschließenden Besprechung aller Einsatzkräfte an der FTZ in der Brückstraße, danke Stadtbrandmeister Bernd Lenz allen, an dieser Übung beteiligten Einsatzkräfte. Er hob hier noch einmal die Wichtigkeit einer solchen Übung hervor. In einem Großschaden- oder Katastrophenfall würden die Ordnungsbehörden die Einwohner Emdens eben genauso warnen lassen. Leider ist es nicht einfach, die Mitmenschen auf ungewöhnliche Sirenensignale zu sensibilisieren.
Für die Sicherheit aller Bürgerinnen und Bürger sei es wichtig, sich mit den verschiedenen Sirenensignalen vertraut zu machen. Aus Sicht der Feuerwehr wüssten viele nicht was die einzelnen Signale bedeuten. Auch sei Auffällig, dass sich einige Bürgerinnen und Bürger in Sicherheit wiegen und eine solche Alarmierung gar nicht beachten. Dieses sei jedoch der falsche Weg. Die Feuerwehr rät, bei ungewöhnlichen Sirenenalarmierungen, Nachbarn und Mitmenschen in der näheren Umgebung zu informieren, und die regionalen Radioprogramme einzuschalten. Diese haben im Gefahrenfall Kenntnis über die jeweiligen Geschehnisse und werden diese verbreiten. Ebenfalls werden ggf. weitere Verhaltensmaßnahmen über dieses Medium mitgeteilt.
© Feuerwehr Emden / J. Riese
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
30.Oktober 2010Emder Sondereinheiten übten gemeinsam in Georgsheil
Heute übten die Bahnerdungskräfte und die Gefahrgutgruppe auf dem Kesselwagenübungsplatz auf dem Gelände der Feuerwehr Technischen Zentrale in Georgsheil (LK Aurich). Hier bot sich eine realitätsnahe Übungsmöglichkeit für die spezialisierten Einsatzkräften der Emder Ortsfeuerwehren. Eine solche Übung auf Gleisanlagen mit regulärem Bahnbetrieb zu realisieren ist nahezu unmöglich, sagte der Einsatzleiter der Bahnrettungskräfte, Thomas Janßen. „Wir haben gleich zugesagt als uns die Gefahrgutgruppe über die ihrerseits geplante Übung informierte", so Janßen. Angenommen war eine Leckage an einem Kesselwagen mit einer verunfallten Person in kontaminierten Gebiet.
Während die Bahnrettungskräfte der Ortsfeuerwehr Widdelswehr/Petkum mit dem Erden der Oberleitung begannen, stellten Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehr Stadtmitte den Brandschutz über einen dreifachen Löschangriff sicher. Währenddessen sperrten Mitglieder der Gefahrgutgruppe die Einsatzstelle weiträumig ab und rüsteten drei Trupps mit Chemikalienschutzanzügen aus. Nach Sicherstellung der Spannungsfreiheit der Oberleitung, konnte mit der Bergung begonnen werden. Nachdem die verunfallte Person aus dem Gefahrenbereich geborgen wurde, wurde umgehend damit begonnen den auslaufenden Gefahrenstoff aufzufangen um eine größere Umweltverschmutzung zu verhindern. Nachdem die Leckage abgedichtet und sichergestellt war, dass keine weitere Flüssigkeit auslief, konnte mit dem Abpumpen des verunfallten Kesselwagon begonnen werden. Nach 2 ½ Stunden war die Übung beendet
© Feuerwehr Widdelswehr/Petkum
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
23.Oktober 2010
Jahresabschlussübung der Feuerwehr Emden
Blaulicht und Martinshorn waren Samstagnachmittag in ganz Emden wahrzunehmen. Was sich allerdings so bedrohlich anhörte, war die Jahresabschlussübung der Feuerwehr Emden.
Das Szenario:
Im Emder Biomasseheizkraftwerk im Jarßumer Hafen wurde durch ein Blitzschlag ein Heizöltank mit mehr als 8000 Litern Volumen beschädigt und fing darauf hin Feuer. Um 15 Uhr ging der Notruf bei der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle Emden ein.
Umgehend wurden die Hauptberufliche Wachbereitschaft, die umliegenden Freiwilligen Feuerwehren Borssum, Widdelswehr-Petkum, der erste Zug Stadtmitte, der Versorgungszug sowie die Informations- und Kommunikationsgruppe alarmiert. Bereits auf der Anfahrt wurde Vollalarm für die Feuerwehr Emden gegeben. Mit diesem Alarmstichwort wurden alle Freiwilligen Feuerwehren in Emden alarmiert. Kurz nach Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand der Heizöltank bereits in Vollbrand.
Vorort musste die Ausbreitung des Feuers auf umliegende Gebäude mit einem massiven Wasser- sowie Schaumeinsatz verhindert werden. Weiterhin mussten Ölsperren im Emder Binnenhafen ausgelegt werden um eine unkontrollierte Ausbreitung des kontaminierten Löschwassers/Schaum im gesamten Hafenbereich zu verhindern.
Die Bevölkerung wurde zeitgleich über Lautsprecherdurchsagen informiert, dass Fenster und Türen wegen der enormen Rauchentwicklung geschlossen zu halten sind. Nach knapp zwei Stunden wurde die Übung beendet.
Bei der Übungsnachbesprechung lobte der Stadtbrandmeister die 100 Einsatzkräfte und sprach von einem positiven Verlauf dieser unangekündigten Großübung.
Jahresabschlussübung der Feuerwehr Emden
Blaulicht und Martinshorn waren Samstagnachmittag in ganz Emden wahrzunehmen. Was sich allerdings so bedrohlich anhörte, war die Jahresabschlussübung der Feuerwehr Emden.
Das Szenario:
Im Emder Biomasseheizkraftwerk im Jarßumer Hafen wurde durch ein Blitzschlag ein Heizöltank mit mehr als 8000 Litern Volumen beschädigt und fing darauf hin Feuer. Um 15 Uhr ging der Notruf bei der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle Emden ein.
Umgehend wurden die Hauptberufliche Wachbereitschaft, die umliegenden Freiwilligen Feuerwehren Borssum, Widdelswehr-Petkum, der erste Zug Stadtmitte, der Versorgungszug sowie die Informations- und Kommunikationsgruppe alarmiert. Bereits auf der Anfahrt wurde Vollalarm für die Feuerwehr Emden gegeben. Mit diesem Alarmstichwort wurden alle Freiwilligen Feuerwehren in Emden alarmiert. Kurz nach Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand der Heizöltank bereits in Vollbrand.
Vorort musste die Ausbreitung des Feuers auf umliegende Gebäude mit einem massiven Wasser- sowie Schaumeinsatz verhindert werden. Weiterhin mussten Ölsperren im Emder Binnenhafen ausgelegt werden um eine unkontrollierte Ausbreitung des kontaminierten Löschwassers/Schaum im gesamten Hafenbereich zu verhindern.
Die Bevölkerung wurde zeitgleich über Lautsprecherdurchsagen informiert, dass Fenster und Türen wegen der enormen Rauchentwicklung geschlossen zu halten sind. Nach knapp zwei Stunden wurde die Übung beendet.
Bei der Übungsnachbesprechung lobte der Stadtbrandmeister die 100 Einsatzkräfte und sprach von einem positiven Verlauf dieser unangekündigten Großübung.
Video´s
© Blaulicht-Emden
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
