Nachrichten / News
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Die Kreisfeuerwehrbereitschaft der Feuerwehr Emden rückte am Freitagabend Richtung Osnabrück auf, um die Kollegen der dortigen Feuerwehren beim Kampf gegen die Wassermassen zu unterstütze.
Mit einer Fahrzeugkolonne bestehend aus 16 Fahrzeugen haben sich freiwillige Helfer der Feuerwehr Emden auf dem Weg nach Osnabrück gemacht. Rund um Osnabrück und deren angrenzenden Landkreisen herrscht nach stundenlangem Starkregen ein absolutes Chaos, von Vollgelaufende Keller, bis zu kompletten Straßenzüge die unter Wasser stehen. Im gesamten Raum Osnabrück wurde Katastrophenalarm ausgelöst.
90 Feuerwehr Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Emden helfen:
- Stadtmitte (6x Fahrzeuge – KdoW, MTW, GW-L, LF 16TS, LF 10/6, Krad)
- Larrelt (2x Fahrzeuge – LF 8, SW 2000
- Widdelswehr/Petkum (2x Fahrzeuge – LF 10/6, LF 8/8)
- Borssum (3x Fahrzeuge – MTW, LF 16TS, WLF + AB Pumpe)
- Uphusen/Marienwehr (1x Fahrzeug – LF 16TS)
- Wybelsum/Logumer Vorwerk (1x Fahrzeug – LF 16TS)
- Twixlum (1x Fahrzeug – LF 8/6)
Bilder: Video:

10 000-Euro-Marke geknackt
Kameraden der Wehren Vadersdorf-Gammendorf und Widdelswehr/Petkum
bedanken sich für die Spenden
Manchmal sagt ein Wort mehr als viele. „Danke“ sagen die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren Vadersdorf-Gammendorf und Widdelswehr/Petkum. Sie bedanken sich bei allen Spendern, die ihre Charity-Aktion im Mai zu Gunsten der Kinderkrebshilfe unterstützten.
Denn jetzt ist es amtlich: die 10 000-Euro-Marke ist geknackt. Exakt 445,77 Kilometer hatten die zehn Kameraden beider Wehren auf dem Fahrradsattel von Emden nach Fehmarn zurückgelegt. Ihr Motto: „Jeder Tritt – hilft mit !“ Und machen die Radler, seinerzeit unterwegs in mildtätiger Mission, heute rückblickend die Rechnung auf, haben sie umgerechnet rund 2 Euro pro Kilometer für den guten Zweck erradelt. Das Geld floss auf ein eingerichtetes Spendenkonto, wurde entlang der Strecke eingenommen, wo die jeweiligen örtlichen Wehren gesammelt hatten, es standen Spendendosen der Deutschen Krebshilfe e.V./Kinderkrebshilfe in zahlreichen Geschäften Fehmarns. Und es wurde bekanntlich ein stattliches Sümmchen durch die Versteigerung der Tour-Räder im Rahmen des Petersdorfer Rapsblütenfestes eingenommen. 1820 Euro waren seinerzeit durch die Auktion in die Kasse gekommen. Insgesamt sind es jetzt also 10 000 Euro. 10 000,01 Euro, um genau zu sein. Den einen Cent hatten die Kameraden von einem Spender bekommen – als „Anzahlung“ für die nächste Aktion, die hoffentlich bald stattfinden werde. Doch erst einmal, da sind sich die Kameraden beider Wehren einig, soll jetzt ein wenig Zeit ins Land gehen. Vielleicht werden sie irgendwann noch einmal eine andere Aktion für einen guten Zweck umsetzen. Doch 10 000 Euro, sagen sie, das ist ja auch schon eine tolle Sache. Stimmt. Die Spendenaktion läuft noch weiter und ist jetzt nicht etwa beendet, nur weil sich der harte Kern der Aktion am Sonnabend zu einem gemütlichen Abend im Vadersdorfer Feuerwehrhaus getroffen hatte, wo ein Film über das fünftägige Event noch einmal alle Etappen der Tour in Erinnerung rief. Das Spendenkonto 90 90 93 bei der Sparkasse KölnBonn BLZ 370 501 98, Aktionsnummer 49 00 15 30 AK (unbedingt angeben) bleibt weiterhin eingerichtet. Foto/Bericht: Fehmarnsches-Tageblatt, Heiligenhafener Post, 29.07.2010
Ein Fachkongress mit Ausstellung für jedermann:
- Notärzte / Intensivmediziner
- Medizinisches Fachpersonal
- Studenten / Auszubildende
- Katastrophenschutz
- Feuerwehr
- Bundeswehr
- Polizei
- alle mit hohem wissenschaftlichem Anspruch
- mit Interesse an praktischem Training und Simulation
- und Freude am Erfahrungsaustausch
Aktioen auf der akut 2010:
- Einsatzübung des Stadtbremischen Rettungsdienstes
- Präsentation des präklinischen Versorgungssystems einer Rettungsstation,
- Rettung verletzter Personen aus Höhen und Tiefen durch die Höhenretter der Berufsfeuerwehr Oldenburg in Zusammenarbeit mit den Höhenrettern der Johanniter-Unfall-Hilfe Norden.
- Medizinische Fallbeispiele im Full-Skill-Simulator (Christoph Sim EC 135), angeboten von der ADAC-Luftrettung.
- Die Rettungshunde Lemwerder, die erste Facheinheit Rettungshunde Ortungstechnik (RHOT) der Feuerwehr im ganzen Land Niedersachen
- MANV Behandlungsplatz, Rettungsdienst Emden
- Mögliche Vorgehensweisen beim Einsatz von Rettungsgeräten an
Fahrzeugtechnologie - Die DLRG - Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft e. V. - als größte freiwillige Wasserrettungsorganisation der Welt präsentiert sich
- Fahrzeugschau und -vorführung -- RTW’s, ITW's, Rettungshubschrauber, Feuerwehrfahrzeuge, Oldtimer etc.
Die massive Gewalt auf den Straßen beunruhigt viele Bürger. Erst am Dienstagabend wäre ein 17-Jähriger in Hamburg fast totgestochen worden. In Neuwiedenthal hatten junge Männer, Polizisten angegriffen, einem Beamten das Gesicht zertreten.
Heute spricht ein Billstedter (Hamburg) Streifenpolizist über seinen Alltag. Über Respektlosigkeit und steigende Gewaltbereitschaft.
Polizeiobermeister Roland Rast (24, ledig, 1800 Euro netto, Mitglied der Deutschen Polizeigewerkschaft DPolG): „In unseren Problembereichen im Revier werden wir kaum respektiert. Bei Festnahmen bin ich schon mehrfach verletzt worden. Durch einen Fußtritt ins Gesicht hatte ich Schürfwunden, verletzte mich ein anderes Mal am Ellenbogen, bekam Tritte und Fäuste ab.
Bei einer Schlägerei in einer Kneipe griff ein aggressiver, blutverschmierter Mann meine Kollegen an, bespuckte uns mit Blut. Beleidigungen zähle ich schon gar nicht mehr. Von, Scheiß-Bulle‘ bis ,Hurensohn‘ wurde ich beschimpft.
Leider werden viele Ermittlungen bei Straftaten wie Widerstand und Beleidigung eingestellt oder mit Arbeitsauflagen bestraft, über die sich die Jugendlichen totlachen. Die Richter sollten uns mal auf Streife begleiten.“
Woher kommt diese Brutalität bei den Jugendlichen?
Polizeiobermeister Rast: „Die Jugendlichen wollen sich mit Straftaten in ihrer Clique brüsten. Gewalt bringt ihnen Anerkennung. Einsätze werden mit Handys gefilmt und fürs Internet so geschnitten, dass die Polizisten als die Bösen dastehen.“
Was würde passieren, wenn die Polizei weiter kaputtgespart wird?
Rast: „Sollte noch mehr Personal eingespart werden, ist die Sicherheit der Bürger irgendwann nicht mehr gewährleistet. Schon heute bleiben Einsätze liegen. Die Personalsituation lässt es kaum noch zu, neben den Einsätzen einfach nur Präsenz im Revier zu zeigen.“
Obwohl der junge Polizeiobermeister sich oft nur mit Pfefferspray wehren kann und täglich seine schusssichere Weste trägt, will er nicht hinschmeißen: „Trotz aller Widrigkeiten habe ich es noch nie bereut, Polizist zu sein.
(C) Bild Zeitung
Die Emder Feuerwehr wird auch in Zukunft in Brand geratene Häuser mit Fotovoltaik-Anlagen auf dem Dach nicht einfach abbrennen lassen. Das sagte am Sonnabend der Chef der Emder Hauptberufliche Wachbereitschaft und der Freiwilligen Feuerwehr Emden, Stadtbrandmeister Bernd Lenz, auf der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr.
Lenz reagierte damit noch einmal auf den Brand eines Wohnhauses in Schweringsdorf. Dort war zumindest der Eindruck entstanden, die Feuerwehr hätte ihre Einsatzkräfte zum Schutz vor den elektrischen Leitungen einer Fotovoltaik-Anlage zurückgezogen. Dies hatte bundesweit für Diskussionen über die Sicherheit von Fotovoltaik-Anlagen geführt (die Emder Zeitung berichtete. „Wir lassen kein Haus kontrolliert abbrennen“, sagte Lenz vor rund 100 Einsatzkräften, Mitgliedern der Altersabteilung und Gästen aus der Emder Politik im „Lindenhof“. Die Feuerwehrkräfte müssten bei Fotovoltaik-Anlagen zwar „einige Dinge beachten“ und auch spezielle Sicherheitsabstände einhalten. Einen generellen Rückzug der Feuerwehr werde es aber nicht geben. Auch Regierungsbrandmeister Arnold Ayhusen wehrte sich vehement gegen den entstandenen Eindruck, die Feuerwehr habe in Schweringsdorf die Löscharbeiten wegen der Gefahr von Stromschlägen bewusst eingestellt.
In seinem Jahresbericht hatte lenz für das vergangene Jahr insgesamt 1810 Einsätze der Emder Feuerwehr verzeichnet, davon waren 1606 sogenannte technische Hilfeleistungen. In 124 Fällen war ein Fehlalarm Grund für das Ausrücken der Feuerwehr. „Wir hatten im vergangen Jahr ‘nur‘ 81 Brände, was eigentlich verhältnismäßig wenig ist“ In anderen Jahren habe die Feuerwehr Emden deutlich mehr Brände löschen müssen. Zu den schweren Einsätzen zählte der Stadtbrandmeister einen Verkehrsunfall auf der A31, bei dem im Juni ein junger Mann ums Leben gekommen war, und der Arbeitsunfall auf einem Ponton in der Ems, bei dem im Juli ein Kranführer von seinem Arbeitsgerät erschlagen worden war. Ohne Schaden an Leib und Leben blieb dagegen der Unfall eines Learjets auf dem Emder Flugplatz. „Das war dann für uns eher eine Technische Herausforderung“, so der Stadtbrandmeister weiter. In seinem Bericht appellierte Lenz an die Verwaltung und an den Emder Rat, die Unterstützung der Feuerwehr auch in Zukunft auf dem derzeitigen Niveau zu halten. „Jede Einsparung geht zulasten der Motivation.“ Der Feuerwehr-Chef bat die Verantwortlichen von Verwaltung und Politik darum, die positiven Rahmenbedingungen in Emden zu bewahren.
In seiner Rede an die Feuerwehr lobte Oberbürgermeister Alwin Brinkmann das große Engagement der ehrenamtlichen Feuerwehrkräfte. Er sichert sowohl der Hauptberuflichen Wachbereitschaft als auch den sieben Ortsfeuerwehren weiterhin die Unterstützung der Politik zu. Der Rat habe in den vergangen Jahren auch in finanziell schwierigen Zeiten bewiesen, dass er hinter der Feuerwehr stehe.
Lenz und Brinkmann gingen auch auf die demografische Entwicklung ein und kündigte an, diese Thema ganz genau zu beobachten. Noch habe die Emder Feuerwehr mit ihren derzeit 265 aktiven Mitgliedern und vier Jugendfeuerwehren mit 88 Kindern und Jugendlichen im Alter von 10-17 Jahren keine Nachwuchssorgen. „Ich werde sofort Alarmschlagen, wenn es anders zu werden droht“, so Lenz.
© Emder Zeitung
Am vergangenen Sonnabend wurden 15 ehrenamtliche Rettungskräfte der Feuerwehr Widdelswehr/Petkum durch einen Mitarbeiter der DB-Netze fortgebildet und geprüft. Der theoretische Teil fand im Feuerwehrhaus Jarssum, der praktische Teil auf den Gleisanlagen des Hauptbahnhofs Emden statt. Seit 2004 unterhält die Ortsfeuerwehr Widdelswehr/Petkum, als einzige Ortsfeuerwehr der Stadt Emden eine spezialisierte Einheit zur Rettung bei Bahnunfällen, die für das gesamte Streckennetz der Bahn AG im Stadtgebiet und für die Teilabschnitte der Strecken Leer-Emden und Emden-Norden/Norddeich zuständig ist, bereit. Hierfür stehen der Ortswehr spezielle Rettungsmittel zur Verfügung. Die Alarmierung der Kräfte erfolgt über die Rettungsleitstelle Emden.
Allgemeine Erläuterung zur Bahnerdung:
Das Erden der Oberleitung dient der Abwehr einer bahnspezifischen Gefahr und ist somit Aufgabe der Bahn AG. Die Sicherstellung der Bahnerdung im Ereignisfall liegt in der Verantwortung des Notfallmanagers. Unabhängig davon ist es den Feuerwehren gem. Ländervereinbarung freigestellt, die Bahnerdung im Ereignisfall zu übernehmen. Im April 2004 wurden erstmals mehrere Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehr Widdelswehr/Petkum im Bereich Bahnerdung geschult.
Bei Unregelmäßigkeiten, Störungen oder Unfällen gehen von der Oberleitung gefahren aus. Die Oberleitungen haben eine Spannung von 15.000 Volt. Wird im Zuge eines Hilfeleistungseinsatz der vorgeschriebene Sicherheitsabstand unterschritten, muss die Oberleitung zuvor abgeschaltet und geerdet werden um Rettungs- und Löscharbeiten im Bereich der Unfallstelle ohne Gefährdung durchzuführen. Eine Rettung Verunfallter Personen kann erst nach besagter Freischaltung und Erdung erfolgen.
Für das Bahnerden werden geeignete Personen fortgebildet und geprüft. Die Unterweisungen zum Bahnerder muss alle zwei Jahre wiederholt und bescheinigt werden.
© FF Widdelswehr / Petkum
Brennt ein Dachstuhl, auf dem auch eine Fotovoltaik-Anlage installiert ist, kann es für Feuerwehrleute kritisch werden. Das bestätigten Fachleute gestern auf Anfrage der Emder Zeitung.
Am vergangenen Mittwoch war bei einem Wohnhausbrand in Schwerinsdorf (Landkreis Leer) -- siehe Link -- das Gebäude so stark beschädigt worden, dass es komplett unbewohnbar ist. Ursache war ein elektrotechnischer Defekt durch einen Kurzschluss in einem Kabel in einem Hohlraum des Dachgeschosses. Vor der Entdeckung durch einen Nachbarn muss bereits mehrere Stunden zuvor ein Schwelbrand entstanden sein, so dass das Rauchgas sich über diese lange Zeit im gesamten Dachgeschoss ausbreitete, teilte die Polizei mit. Die Schadenshöhe liegt bei 550 000 bis 600 000 Euro. Die Bewohner waren zum Zeitpunkt des Unglücks ortsabwesend. Ein Hund wurde tot geborgen (wir berichteten).
Schaum keine Lösung:
Das Feuer hatte besonders deshalb für Aufsehen gesorgt, weil die angerückten 70 Feuerwehrleute es nicht so bekämpfen konnten, wie sie das im Normalfall tun. Der Grund: Die Einsatzkräfte befürchteten einen Stromschlag durch die auf dem Dach angebrachte Solarstromanlage.
„In einem solchen Fall muss man mit sehr, sehr großer Vorsicht vorgehen”, sagte gestern Regierungsbrandmeister Arnold Eyhusen auf Anfrage. Die Feuerwehr sei zwar „nicht ratlos”, allerdings stelle Fotovoltaik für seine Kollegen im Einsatz eine Gefahr da. Der Brandabschnittsleiter Nord, Gerd Diekena, erinnerte daran, dass seit langem gefordert werde, eine technische Möglichkeit zu schaffen, um die Strom führenden Leitungen solcher Anlagen im Ernstfall zu kappen. Eyhusen glaubt indes nicht, „dass das der Weisheit letzter Schluss ist”. Denn die zu Solarmodulen zusammengeschlossenen Solarzellen auf dem Dach produzieren bei Tageslicht weiter fleißig Strom, auch dann, wenn der Stromzufluss ins Gebäudeinnere unterbrochen ist. Größere Anlagen haben bis zu 1000 Volt Gleichspannung. Ab 120 Volt besteht für den Menschen Lebensgefahr.
Kein „Direktangriff”:
Eine Unterbrechung der Solarstrom-Produktion ist bislang nicht möglich. Das Abdecken der Module mit Schaum gilt, zumindest nach Angaben der Hanseatischen Feuerwehr-Unfallkasse Nord, als wenig Erfolg versprechend. Selbst bei einem nächtlichen Brand bleibt das Risiko, wenn die Hilfskräfte den Einsatzort mit Scheinwerfern ausleuchten.
Das Löschen von außen ist wenig problematisch. Dabei können die vorgeschriebenen Abstände der Löschkräfte in der Regel eingehalten werden. Diese erhöhen sich, wenn die Stromspannungszahl unbekannt ist, bei einem Sprühstrahl auf fünf Meter, bei einem Vollstrahl auf zehn Meter. Der „Direktangriff” von innen gegen ein Feuer im Dachstuhl ist damit praktisch ausgeschlossen.
Eine zusätzliche Schwierigkeit besteht darin, dass die Solarmodule - je nach Größe der Anlage - quasi eine zweite Dachschicht bilden, die das Ablöschen zusätzlich erschweren.
„Man muss vor Ort gewesen sein, um sich wirklich ein Bild machen zu können”, sagte Gerd Diekena. Bei dem Einsatz in Schwerinsdorf aber hätten die Kollegen, so weit er dies beurteilen könne, richtig gehandelt und sich auf den „Außenangriff” konzentriert. Zwar würden Feuerwehrleute in der Ausbildung auch mit den Gefahren durch Fotovoltaikanlagen vertraut gemacht. Allerdings gebe es auch unterschiedliche Anlagen, betonte Diekena. Zudem wisse man meistens nicht sofort, wo die Kabel im Haus entlanglaufen.
Der Emder Brandschutzprüfer Alfred Paulsen macht ebenfalls keinen Hehl daraus, dass ein Solardach im Ernstfall ein zusätzlicher Risikofaktor sein kann. „Es kann gefährlich werden”, sagte Paulsen, der insbesondere bei Baugenehmigungen für gewerbliche und öffentliche Gebäude hinzugezogen wird.
Wenig Erfahrung:
Etwa 170 Fotovoltaikanlagen gibt es mittlerweile allein im Zuständigkeitsbereich der Stadtwerke Emden (SWE). Die Gesamtleistung beträgt 1700 Kilowatt. Geht man davon aus, dass für ein Kilowatt sieben bis acht Quadratmeter Fläche benötigt werden, sind in der Stadt mittlerweile rund 13 000 Quadratmeter mit Solarmodulen belegt. Thomas Brede, Abteilungsleiter für Energiedienstleistungen bei den SWE, sagte, die Zahl der Anlagen steige weiter. Und immer mehr erstreckten sich inzwischen über komplette Dächer.
Brede ist jedoch der Ansicht, dass es im Umgang mit Fotovoltaik im Brandfall noch wenig Erfahrung gibt. Er glaubt, dass eine entsprechende Schulung der Feuerwehrleute dringend geboten ist. Das Feuer in Schwerinsdorf zeige, dass noch eine gewisse „Unwissenheit” herrsche.
Wer eine Fotovoltaik-Anlage auf seinem Dach installieren will, sollte dies in seine Gebäudefeuerversicherung aufnehmen lassen, rät Signe Foetzki von der Ostfriesischen Landschaftlichen Brandkasse. „Dann besteht ein voller Versicherungsschutz. Die für die Öffentlichkeitsarbeit zuständige Foetzki registrierte am Morgen nach dem Schwerinsdorfer Feuer entsprechende Anfragen von Kunden der Versicherung.
© Emder Zeitung