Flughafen Feuerwehr München                                   
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Die Flughafenfeuerwehr München

Die Feuerwehr ist in hohem Maße für die Sicherheit am Flughafen verantwortlich. Neben Brandschutz und technischer Hilfeleistung gehören Feuersicherheitswachen und Unterstützung des medizinischen Dienstes zu ihren vielfältigen Aufgaben.

Rechtlicher Status der Flughafenfeuerwehr:

Das Landratsamt Freising hat die Flughafenfeuerwehr als Werkfeuerwehr anerkannt. Der Bescheid enthält u.a. Anforderungen an die Organisation, Personalstärke, Ausbildung, Fahrzeuge, Ausrüstung und Geräte, Feuerwachen, Feuerwehr-Einsatzzentrale der Feuerwehr.
   Fuhrpark der Flughafen Feuerwehr finden Sie weiter unten!  
Die Pflichtaufgaben der Feuerwehr sind:
  • Brandschutz und technische Hilfeleistung beim Luftverkehr und seinen Einrichtungen nach den jeweils geltenden ICAO-Richtlinien (ICAO: Internationale Zivilluftfahrt Organisation)
  • Brandschutz und technische Hilfeleistung bei Gebäuden, Anlagen und Einrichtungen im Flughafenbereich nach dem Bayerischen Feuerwehrgesetz
  • Hilfeleistungen außerhalb des Flughafengeländes auf Anforderung nach dem Bayerischen Feuerwehrgesetz
Der Stellenplan der Feuerwehr enthält derzeit 192 Planstellen
Die Mitarbeiter versehen Dienst im 24-Stundendienst mit zwei Wachabteilungen zur Besetzung von 42 Funktionen. Die Funktion des "Einsatzleiters vom Dienst" und "Lagedienstführers" werden durch Mitarbeiter mit Ausbildung für den gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst gestellt.

Gliederung des Alarmdienstes:

Die "Mindestanwesenheitsstärke" der Feuerwehr beträgt derzeit 42 Mitarbeiter.
Es ergibt sich folgende Aufteilung:

      • 1 Einsatzleiter vom Dienst mit einem Führungsassistent
      • 1 Zugführer Flugzeugbrandschutz mit einem Führungshelfer
      • 1 Zugführer Gebäudebrandschutz mit einem Führungshelfer
      • 1 Lagedienstführer in der Feuerwehr-Einsatzzentrale
      • 2 Einsatzbearbeiter in der Feuerwehr-Einsatzzentrale
      • 2 Gruppen für den Flugzeugbrandschutz mit je einem Gruppenführer und acht Feuerwehrmänner
      • 2 Staffeln für den Gebäudebrandschutz mit je einem Staffelführer und fünf Feuerwehrmänner
      • 1 Trupp mit einem selbstständigen Truppführer und ein Feuerwehrmann
Feuerwehreinsatzzentrale:

Die Feuerwehreinsatzzentrale ist seit Oktober 2002 in neuen Räumen innerhalb der Feuerwache Süd untergebracht. Es wurden fünf Einsatzbearbeitungsplätze, von denen zwei rund um die Uhr besetzt sind, mit nahezu identischer Ausstattung eingebaut. Aufgaben:
  • Entgegennahme und Bearbeitung von Notrufen, Feuerwehrrufen (112), Schadensmeldungen und sonstigen Mitteilungen, die einen Bezug zur Lage, zum Brandschutz und zur technischen Hilfeleistung im Flughafenbereich haben.
  • Hierzu gehören z.B. Meldungen über "Alarmstern" (dieses Kommunikationsmittel dient der zentralen Alarmierung von Einsatzkräften, Behörden und Fachbereichen, v.a. bei übergreifenden Schadensereignissen am Flughafen wie z.B. Flugzeugunfällen).
  • Brandmeldeanlage des Flughafens mit derzeit ca. 50 000 Einzelmeldern, Aufzugsnotruf, Funknotrufsäulen, Personennotsignalanlage, Ölmelder, Wassereinbruchsmelder
  • Disposition und Alarmierung aller zu einem Einsatz notwendigen Fahrzeugen und Gerätschaften der Flughafenfeuerwehr einschließlich des Personals gemäß der Alarm- und Ausrücke Ordnung.
Alarm- und Ausrücke Ordnung:
  • Alarmierung bzw. Verständigung unterschiedlicher interner und externer Kräfte, Organisationen und Behörden zu entsprechenden Schadensereignissen (Landratsamt Erding als Katastrophenschutz-Behörde, im Voraus benannte "Örtliche Einsatzleiter" der Katastrophenschutz-Behörde, Freiwillige Feuerwehren laut behördlichem Alarmplan, Polizeidirektionen Erding, Flughafen und den Bundesgrenzschutz, Rettungsleitstelle Erding, Medizinisches Zentrum am Flughafen, Personal der Flughafen München GmbH mit besonderen Berechtigungen oder Kenntnissen)
  • Alarmierung der dienstfreien "Kräfte" der Werkfeuerwehr, z.B. über BOS- Funkmeldeempfänger
Einsatzunterstützende Maßnahmen:
  • Ansteuerung von Ausfahrtstoren in den beiden Wachen Nord und Süd
  • Steuerfunktionen von Zauntoren, Feuerwehraufzügen sowie Löschanlagen im Flughafengelände
  • Weiterleitung von Meldungen über Funk an ausgerückte Einsatzkräfte.
In Zusammenarbeit mit Fremdfirmen werden ständig Überprüfungen an den Brandmeldeanlagen durchgeführt. Insgesamt werden dabei ca. 310.000 Vorgänge (im Jahr) an den Brandmeldeanlagen bearbeitet.

Technische Ausstattung:
  • Redundant ausgeführtes Einsatzleitrechnersystem Graphisches Informationssystem, mit dessen Hilfe in sekundenschnelle der genaue Standort jedes einlaufenden Brandmelders am Flughafen angezeigt wird • FMS (Funkmeldesystem): automatische Disposition und Alarmierung aller Fahrzeuge über den Einsatzleitrechner
  • Zentrales Funk- und Notrufvermittlungssystem mit Touch-Screen als Bedieneinheit aller Kommunikationsmittel
  • Notruf 112
  • BOS- Funk 4m -- BOS - Funk 2m
  • Bündelfunk
  • Aufzugsnotruf
  • Telefon intern und extern
  • Alarmgeber BOS
  • Bedienung bzw. Steuerung von peripheren Gewerken, wie Löschanlagen, Aufzugssteuerungen
Feuerwache Süd:

Die Feuerwache Süd ist beim Flugzeugbrandschutz zuständig für das südliche Start- und Landebahnsystem, Vorfeld Terminal 1, Vorfeld Fracht, Vorfeld Wartung sowie die Flugzeugwartungshallen, weitere Abstellpositionen und für das Tanklager mit Übergabestation. Neben der Sicherstellung des Brandschutzes und der technischen Hilfeleistung für den Luftverkehr ist die Feuerwehr Süd für den Brandschutz und die technische Hilfeleistung bei Gebäuden, Anlagen und Einrichtungen im Flughafenbereich zuständig.

Erweiterungen und Anbau
Die Feuerwache Süd wurde erweitert, um den Gebäudebrandschutz von Terminal 2 und den Brandschutz und die technische Hilfeleistung beim Luftverkehr effektiv durchführen zu können. Ein Anbau der Feuerwache Süd war unvermeidlich, da nicht genügend Raum vorhanden war, weder für mehr Personal noch für neue Fahrzeuge.

Auf drei Ebenen wurde zudem Platz geschaffen für: Büros (Leiter der Feuerwehr, Führungskräfte), Archiv, Schulungsräume, Kleiderkammer mit Waschraum für Einsatzbekleidung, Schwerlastlager für zusätzliche Kleingeräte, Werkstätten, Ruheräume mit Nasszelle, Schwarzweißbereich für Einsatzkleidung, erforderliche Sozialräume (Teeküche, Aufenthalts- und Ruheräume).

Zwei zusätzliche Fahrzeughallen bieten Platz Transport-und Mehrzweckfahrzeuge sowie Wechselabrollbehälter, zwei MTW und viele weitere Einsatzgeräte und Sondergeräte, z.B
  • Flugzeugbergegerät.
  • Gebäudebrandschutz
  • Einsatzleitwagen ELW 1
  • Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 30/25-3
  • Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 30/25-3
  • Drehleiter DLK 23/12 GL CC
  • Drehleiter DLK 23/12 Vario
  • Rüstwagen
Sonderfahrzeuge und Geräte FW Süd:
  • Kommandowagen KdoW
  • Kommandowagen KdoW
  • Einsatzleitwagen ELW 2
  • Zwei Mannschaftstransportfahrzeug MTF
  • Mehrzweckfahrzeuge MZF
  • Drei Wechselladerfahrzeug WLF
  • Geräte u. Versorgungsfahrzeug
  • Kleintraktor
  • Teleskopstapler Manitou 1337 SL
Flugzeugbrandschutz:

Zuständigkeitsbereich Start- und Landebahn Süd, die dazu gehörenden Rollwege, Vorfeld West, Abstellpositionen Fracht, Wartungshallen mit Abstellpositionen.
  • Einsatzleitwagen ELW 1
  • Flugfeldlöschfahrzeug FLF 80/135
  • Flugfeldlöschfahrzeug FLF 80/135
  • Flugfeldlöschfahrzeug FLF 80/135
  • Trockenflugfeldlöschfahrzeug TroFLF "Panther"
  • Rettungstreppe

Feuerwache Nord

Die Feuerwache Nord ist zuständig für den Flugzeug-Brandschutz, nördliches Start- und Landebahnsystem, den Hubschrauber-Landeplatz, für das Vorfeld Terminal 2 sowie das Vorfeld Allgemeine Luftfahrt mit Flugzeugwartungshalle. Zu ihrer Ausstattung gehören eine Fahrzeug- und Gerätehalle, Geräte zur Flugzeugbergung, eine Schlosserei und Schreinerei, Sozialräume, eine Küche und Ruheräume für das Feuerwehrpersonal.
Flugzeugbrandschutz

Für den Flugzeugbrandschutz nördliches Start- und Landebahnsystem stehen folgende Fahrzeuge bereit:
  • Flughafenlöschfahrzeug FLF 80/135
  • Flughafenlöschfahrzeug Z8 Snozzle (2)
  • Flughafenlöschfahrzeug Z8
  • Rettungstreppe
Für Gebäudebrandschutz und Technische Hilfeleistung stehen folgende Fahrzeuge zur Verfügung:
  • KlaF
  • Hilfeleistungs-Löschfahrzeug HLF 30/25-3
  • Hilfeleistungs-Löschfahrzeug HLF 16
Schreinerei und Schlosserei

In der Schreinerei werden nur Arbeiten für die Flughafen-Feuerwehr durchgeführt: z.B. Ausbau der Abrollbehälter, Einrichtungen, Gebäude etc.

Der Abrollbehälter Werkstatt ist eine Ergänzung zur Schreinerei. Dies hat den Vorteil, dass der Abrollbehälter an jede Einsatzstelle gebracht werden kann. Hieraus kann das notwendige Material entnommen bzw. bearbeitet werden.
Der Abrollbehälter ist ausgestattet mit Werkzeug, einer Werkbank, Hölzer unterschiedlicher Größe, Verschallungsmaterial, Absperrmaterial etc.

In der Schlosserei werden nur Arbeiten und Reparaturen für die Flughafen-Feuerwehr durchgeführt. So können die Abrollbehälter in Eigenleistung um- und ausgebaut werden.

Fuhrpark und Abrollbehälter der Flughafenfeuerwehr

Auf den folgenden Bilder sehen Sie eine Auswahl von Fahrzeugen und Abrollbehältern, die für die Flughafenfeuerwehr auf dem Gelände des Münchner Flughafens im Einsatz sind.

Kommandowagen
Kommandowagen
Kommandowagen
Kommandowagen
Vorbeugender Brandschutz
Vorbeugender Brandschutz
Einsatzleitwagen ELW 2
Einsatzleitwagen ELW 2
Einsatzleitwagen ELW 1
Einsatzleitwagen ELW 1
LF 10/6
LF-10-6-226
KlaF
KlaF226
HLF 30/25-3
HLF 30/25-3
DLK 23-12/GL CC
DLK 23-12/GL CC
Rüstwagen RW
Rüstwagen RW
** FLF 80/135
Flugfeldlöschfahrzeug FLF 80/135
TroFLF/Panther/AT
TroFLF/Panther/AT
FLF 80/125 Snozzle ADV/Z8
Z8-Snozzle-226
Wechselladerfahrzeug WLF
Wechselladerfahrzeug WLF
Wechselladerfahrzeug WLF
Wechselladerfahrzeug WLF
Versorgungsfahrzeug
Versorgungsfahrzeug
Mannschaftstransporter
Mannschaftstransporter
Geräte & Versorgungs PKW
Geräte- und Versorgungsfahrzeug
HLF 16
HLF 16
DLK 23-12
DLK 23/12
Teleskop-Stapler
Teleskop-Stapler
Abrollbehälter Atemschutz
Abrollbehälter Atemschutz
Abrollbehälter Gefahrgut
Abrollbehälter Gefahrgut
Abrollbehälter Großlüfter
Abrollbehälter Mobiler Großlüfter
Abrollbehälter CO2
Abrollbehälter CO2




AB Dekontamination
Abrollbehälter Dekontamination

** FLF = Flugfeldlöschfahrzeug
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