Tag der offenen Tür Freiwillige Feuerwehr Norden 2011          
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Zu einem Tag der offenen Tür lud die Norder Wehr ihre Bevölkerung und alle interessierten Gäste auf das Gelände des Hilfeleistungszentrums ein. Das mehrerer heftiger Regenschauer, strömten die Besucher in großen Massen herbei. Das Programm war an Reichhaltigkeit kaum zu überbieten. Auf die Besucher warteten eine Hülle und Fülle an Highlights. Nach einer Eröffnungsrede durch Stadtbrandmeister Karl Kettler und Bürgermeisterin und Schirmherrin Barbara Schlag. Die Feuerwehr konnte gleich zur Eröffnung ein neues Löschgruppenfahrzeug (LF) 8-Logistik offiziell seiner Bestimmung übergeben. Das Logistik-Fahrzeug ist mit umfassender Ausrüstung für die Brandbekämpfung ausgestattet. Das Besondere an diesem Fahrzeug ist, dass nahezu die gesamte Beladung nicht in Geräteräumen verstaut ist, sondern in Rollcontainern auf einer Ladefläche. Die mobilen Transportboxen können mit einer Ladebordwand entnommen werden. Dies bietet den großen Vorteil, dass das Fahrzeug bei Großschadenslagen entweder als Löschfahrzeug eingesetzt werden kann, oder aber als Transportfahrzeug für Nachschubaufgaben. Weiterhin verfügt das Fahrzeug über einen 1000 Liter fassenden Löschwasserbehälter sowie eine mittschiffs verbaute Feuerlöschkreiselpumpe und bietet einer neunköpfigen Besatzung Platz.

Im Anschluss wurde eine Steganlage mit Kran am Ufer des Galgentiefs eingeweiht. Die Anlage wurde zwischen den Gebäuden der Feuerwehr und des Technischen Hilfswerkes (THW) errichtet. Mit ihr können beide Einrichtungen ihre Boote im Einsatzfall zu Wasser lassen und sicher besteigen. Mitglieder von Feuerwehr und THW haben die Steganlage gemeinsam mit Fachfirmen in Eigenleistung erbaut.
Die unzähligen Besucher bekamen einen umfassenden Einblick in den Alltag der Feuerwehr geboten. Neben Besichtigungen der Fahrzeughallen, der Sozial- und Umkleideräume konnten auch alle Einsatzfahrzeuge besichtigt werden. Die Fahrzeugschau ließ keine Wünsche offen und nahezu befriedigte alle Bedürfnisse von fachkundigen und laienhaften Augen. Zumal der Norder Fuhrpark Unterstützung von Neufahrzeugen von namenhaften Aufbauherstellern bekam.

Aber auch wie ein Feuerwehreinsatz abläuft, konnten die Zuschauer hautnah miterleben. Die Einsatzkräfte führten die Rettung von Opfern eines schweren Verkehrsunfalls realitätsnah vor. Ebenso eindrucksvoll eine Wasserrettung im Galgentief. Die Übungen demonstrierten beispielhaft wie eng die verschiedenen Helfer von Feuerwehr, THW, Polizei, Rettungsdienst, DLRG und Deutschem Roten Kreuz im Einsatz zusammen arbeiten. Erstmalig im ostfriesischen Raum fand auch ein Atemschutzwettkampf statt. Sechs Feuerwehr-Gruppen aus den Landkreisen Aurich, Wittmund und sogar aus dem Kreis Weser sowie ein Team des THW Norden stellten sich einem sportlichen Wettkampf. Fünf verschiedene Wettkampfaufgaben mussten die jeweils fünfköpfigen Teams abarbeiten und von Schiedsrichtern auf fachlich korrekte Durchführung bewerten lassen. Da es bei Einsätzen häufig auf Schnelligkeit ankommt, spielte die Zeit auch bei dem Wettstreit eine nicht unerhebliche Rolle. Denn Sieg erkämpfte sich die gastgebende Mannschaft der Feuerwehr Norden.

Auch die Oldie-Gruppe hatte zur Fahrzeugausstellung und zum Wettstreit eingeladen. Wie zu Urvaters Zeiten demonstrierten die historischen Mannschaften einen Löschangriff.
Die Jungenfeuerwehr warb an dem Tag um weitere Mitglieder und machte mit diversen Aktionen auf ihre Arbeit aufmerksam. Auf dem großen Saal der Feuerwehr zeigte Jonas Hentschel seinen zur Zeit in aller Munde befindlichen Drama-Film zum Brand des Ulrichsgymnasiums 1986. Der Großbrand ist ein nicht unerheblicher Punkt in der Chronik der Norder Feuerwehr. Weitere "Meilensteine" der Historie wurde in Diavorführungen dargeboten. Den feierlichen Abschluss des Tages bildete am Abend ein kleines Konzert des Stadtorchesters des Schützen- und Feuerwehrspielmannszuges, die auch schon den ganzen Tag über die Gäste mit ihren Repertoires vergnügten. (c) FF Norden

 

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