Nachrichten / News aus Leer                                    
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07. Mai 2011
Notruf-Nachtdienst steht vorNeuregelung

Ein Gutachten empfiehlt den Verantwortlichen des Landkreises Leer andere Organisation in der Leitstelle. Im März hatte es eine Panne gegeben: Die Einsatzzentrale für Rettungsdienst und Feuerwehr war fast eine Stunde nicht zu erreichen, weil der Disponent eingeschlafen war.

Der Landkreis Leerwird den Nachtdienst in seiner Notrufzentrale sehr wahrscheinlich neu organisieren, um die Erreichbarkeit der Leitstelle abzusichern. Ob dort in Zukunft nun zwei Mitarbeiter Dienst tun werden, ist aber noch nicht entschieden. Ein Gutachten kommt nach Angaben der Verwaltung zu dem schluss, dass es ratsam wäre, die Nachtschicht anders zu regeln. Derzeit ist die Notrufzentrale für Rettungsdienst und Feuerwehr im Kreishaus nachts mit nur einem Mitarbeiter besetzt.

Wie berichtet, hatte es in der Leitstelle Leer in der Nacht zum 20. März eine schwerwiegende Panne gegeben: Der diensthabende Mitarbeiter war eingeschlafen, die Leitstelle fast eine Stunde lang nicht erreichbar. Der Mann arbeitet inzwischen nicht mehr beim

"Die Zahl der Einsätze hat zugenommen"

Das Gutachten hatte der Landkreis schon vorher in Auftrag gegeben - und zwar mit Blick auf die Arbeitsbelastung. Es ging um die Frage, ob acht Mitarbeiter für die Notrufzentrale noch ausreichend sind: "Die Zahl der Einsätze hat zugenommen", so Pressesprecher Dieter Backer auf Nachfrage der OZ. Nach der Panne hatte der Landkreis seinen Auftrag allerdings um die Frage erweitert, ob es sinnvoll wäre, an der Besetzung nachts etwas zu ändern.

Im Kreishaus sieht man mehrere Möglichkeiten: 1. Die Leitstelle wird rund um die Uhr mit zwei Mitarbeitern besetzt. 2. Wie in Emden sind nachts zwei Leute da: Davon tut einer Dienst, der andere hat Bereitschaft und kann in einem Nebenraum schlafen, so lange er nicht gebraucht wird. 3. Die Leitstellen Leer und Emden arbeiten mit einer gegenseitigen Notruf-Weiterschaltung. Dafür wären allerdings Investitionen in die Technik nötig, damit Emden auch die Feuerwehren im Kreis Leer automatisch alarmieren könnte. Diese Möglichkeiten würden nun geprüft, sagt Backer: "Das ist in Arbeit." Der Landkreis müsse mit den Krankenkassen sprechen, ob sie die Zusatzkosten übernehmen würden.

© Ostfriesen Zeitung
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22. März 2011
Disponent der Leitstelle Leer bewusstlos aufgefunden

Ein Leitstellendisponent der Leitstelle des Landkreises Leer ist während seiner Nachtschicht bewusstlos an seinem Arbeitsplatz zusammengebrochen. Erst nachdem ein Notruf aus dem Kreis Leer bei der Leitstelle im Landkreis Emsland auf lief, fiel die Notlage auf.

In der Nacht zu Sonntag nahm die Leitstelle im Kreis Emsland einen Notruf aus dem südlichen Teil des Kreises Leer entgegen. Dieser sollte dann an die zuständige Leitstelle in Leer weitergeleitet werden, doch dort nahm niemand ab. Immer wieder versuchten die Emsländer ihren Kollegen telefonisch zu erreichen, vergebens. Ein dienstfreier Mitarbeiter der emsländischen Leitstelle wurde darauf benachrichtigt, er wohnt im Landkreis Leer. Parallel wurden die Polizei und auch der Rettungsdienst zur Leeraner Leitstelle geschickt. Gemeinsam fand man den Disponenten bewusstlos auf und brachte ihn in ein Krankenhaus. Er hatte einen Schwächeanfall erlitten.

Das während der Nachtschicht nur ein Disponent sein Dienst verrichtet, ist in Leer üblich. Für genau solche Notfälle ist in der Leitstelle ein sogenannter “Totmannknopf” installiert. Dieser muss regelmäßig von dem Disponenten betätigt werden, ansonsten wird ein Alarm ausgelöst. Der Landkreis Leer teilte in einer Pressemitteilung mit, dass das Sicherheitssystem aber in dieser Nacht deaktiviert war. Die Gründe dafür will der Landkreis in einer bereits eingeleiteten Untersuchung klären. Landrat Bernhard Bramlage hat sofort reagiert und eine Abänderung des Systems angeordnet, so dass eine Deaktivierung zukünftig nicht mehr möglich sei.

© Feuerwehr-Magazin
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