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Sonstige Reportagen
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09. Juli 2011
Warum fährt die Feuerwehr in der Nacht mit Martinshorn?
Sie schlafen tief und fest. Plötzlich fährt ein Feuerwehrauto mit Martinshorn durch die Straße und Sie werden unerwartet aus dem Schlaf gerissen. Vermutlich ärgern Sie sich innerlich und fragen sich: "Muss die Feuerwehr um diese Zeit so einen Krach machen?"
Wenn sie am nächsten Morgen aufwachen und aufstehen stellen Sie sich die Frage, ob dies denn eigentlich nötig gewesen ist. Nachts sind die Straßen doch eigentlich menschenleer, wieso fährt die Feuerwehr mit lauten Sondersignalen durch die Straßen?
Die Frage ist wohl berechtigt, eine Diskussion jedoch weniger, denn laut Straßenverkehrsordnung (StVO) ist eine klare Regelung für das Nutzen von Sondersignalen (blaues Blinklicht und Martinshorn) festgelegt:
NACH PARAGRAPH 35 DER STVO DARF EIN FEUERWEHR- ODER RETTUNGSDIENSTFAHRZEUG SONDERRECHTE IN ANSPRUCH NEHMEN, WENN ES BLAUES BLINKLICHT (BLAULICHT) UND MARTINSHORN GLEICHZEITIG EINGESCHALTET HAT. DIES DARF NUR BENUTZT WERDEN, UM MENSCHENLEBEN ZU RETTEN UND GEFAHREN ABZUWEHREN.
Der Fahrer eines Fahrzeuges mit Sondersignal handelt nach dem Gesetz fahrlässig, wenn er trotz Blaulicht kein Martinshorn verwendet.
Bei einem Unfall kann dieser trotz Unschuld zur Haftung herangezogen werden.
Rettungsdienst, Polizei- oder Feuerwehrfahrzeuge fahren deshalb bei einem Einsatz nicht ohne Grund mit Sondersignalen durch die Straßen.
Wir hoffen daher, dass Sie das nächste Mal Verständnis haben, wenn ein Feuerwehrfahrzeug auch nachts mit Sondersignal durch die Straßen fährt und Sie, möglicherweise, aus dem Schlaf gerissen werden.
Bitte denken Sie immer auch daran: Sie können sich wieder im Bett herumdrehen und weiter schlafen. Die Aktiven der Feuerwehr, die vor ein paar Minuten ebenfalls noch im Bett lagen und schliefen haben in den nächsten Stunden dazu keine Gelegenheit. Sie löschen Feuer, pumpen Kellerräume aus, binden Ölspuren ab und gehen nach der jeweiligen Einsatzzeit, am nächsten Morgen - wie Sie - in die Arbeit.
Vielen Dank für Ihr Verständnis!
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12. Februar 2011 -- Emden / Leer / Aurich / Wittmund
KATWARN: Die Katastrophe kommt per SMS -- Kostenlos Anmelden!
Wenn die Ostfriesen zukünftig eine SMS auf ihr Mobiltelefon gesendet bekommen, dann könnte dies Böses bedeuten. Die Landkreise Aurich, Wittmund und Leer sowie die kreisfreie Stadt Emden haben ein neues Bevölkerungswarnsystem gestartet. KATWARN heißt das System, für das sich die Bürger nun registrieren lassen können. Zur Verfügung steht neben der SMS-Benachrichtigung auch ein eMail-Service. Beide Dienste werden kostenlos angeboten. Wie und Wo Sie sich Anmelden können am Ende des Berichts!
Insgesamt stehen 17 Warnungen wie beispielsweise vor Schadstoffwolken bei Großbränden oder Gefahrgutunfällen, Sturmfluten, Tierseuchen oder Bombenfunden zur Verfügung und können postleitzahlgenau versendet werden. Das Projekt KATWARN ist eine Zusammenarbeit der Landkreise sowie der Stadt mit dem Frauenhofer-Institut und der Ostfriesischen Landschaftlichen Brandkasse mit ihrem Verband der öffentlichen Versicherer Deutschlands. Im Landkreis Aurich wurde im November 2008 ein Pilotprojekt zur Erprobung gestartet. Über 360 Testpersonen, darunter Verwaltungsmitarbeiter, Mitglieder verschiedener Hilfsorganisationen sowie auch Politiker erhielten bis Oktober 2009 immer wieder Probealarme und Entwarnungen und mussten Rückmeldungen darüber geben.
Das eingeführte Katastrophen-Warnsystem bietet nicht nur die Möglichkeit, direkte schriftliche Warnungen auszugeben, sondern auch gleichzeitig Handlungsanweisungen zu übermitteln. Auch können Gehörlose die Warnung empfangen, ein weiterer Vorteil gegenüber der Sirenenwarnung. Zwar hatte die Stadt Emden schon vor einigen Jahren wieder elektronische Sirenen im Stadtgebiet installieren lassen, dennoch will man KATWARN als Ergänzung nutzen. Im Landkreis Aurich wurden die Sirenen in den letzten Jahren hingegen demontiert. „Von über 400 Sirenen sind nur noch eine Handvoll geblieben“, so Dieter Düvel vom Landkreis Aurich. Laut der Projektbeteiligten ist dieser Warndienst in Deutschland einmalig und könnte über Deutschlands Grenzen hinaus Modellcharakter beweisen.
Das Anmeldeprozedere ist ganz einfach:
Der Nutzer schickt eine Kurzmitteilung an das KATWARN-System (Tel: 0172-3554405) mit dem Stichwort KATWARN und der entsprechenden Postleitzahl des Nutzers.
Wird zusätzlich der Empfang einer eMail-Warnung gewünscht, dann muss der Nutzer noch seine Mail-Adresse angeben. “KATWARN 12345 info@mustermann.de” könnte beispielsweise der Inhalt einer solchen Anmeldung lauten. Neben einer Anmeldebestätigung wird halbjährlich eine Testwarnung versendet.
Wird zusätzlich der Empfang einer eMail-Warnung gewünscht, dann muss der Nutzer noch seine Mail-Adresse angeben. “KATWARN 12345 info@mustermann.de” könnte beispielsweise der Inhalt einer solchen Anmeldung lauten. Neben einer Anmeldebestätigung wird halbjährlich eine Testwarnung versendet.
© Feuerwehr Magazin
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Rauchmelder als Lebensretter

Da Rauch schneller ist als Feuer und bereits das Einatmen einer Lungenfüllung mit Brandrauch tödlich sein kann, ist ein Rauchmelder der beste Lebensretter in Ihrer Wohnung.
Der laute Alarm des Rauchmelders warnt Sie auch im Schlaf rechtzeitig vor der Brandgefahr und gibt Ihnen den nötigen Vorsprung, sich und Ihre Familie in Sicherheit zu bringen und die Feuerwehr zu alarmieren.
Zigarettenrauch und brennende Kerzen lösen aufgrund der sensiblen Sensoren eines geprüften Rauchmelders keinen Alarm aus.
Täglich verunglücken in Deutschland durchschnittlich zwei Menschen tödlich durch ein Feuer, meistens in den eigenen vier Wänden. Die Mehrheit davon stirbt an einer Rauchvergiftung und zwei Drittel aller Brandopfer wurden nachts im Schlaf überrascht. Denn Rauch ist schneller als Feuer - und lautloser.
Die gefährlichsten Mythen
"Wenn es brennt, habe ich mehr als zehn Minuten Zeit, die Wohnung zu verlassen."
Irrtum, Sie haben durchschnittlich nur vier Minuten zur Flucht. Eine Rauchvergiftung kann sogar bereits nach zwei Minuten tödlich sein.
"Meine Nachbarn oder mein Haustier werden mich rechtzeitig alarmieren."
Eine gefährliche Fehleinschätzung, wenn man nur vier Minuten Zeit hat - besonders nachts, wenn Ihr Nachbar schläft und das Haustier im Nebenzimmer ist.
"Wer aufpasst, ist vor Brandgefahr sicher."
Stimmt nicht. Elektrische Defekte sind häufige Brandursachen. Auch Brandstiftungen im Keller oder Hausflur sowie ein Brand in der Nachbarwohnung gefährden Sie ganz unverschuldet.
Sicherheit durch Rauchmelder
Brandrauch ist in jeder Wohung und für jeden Menschen ein ungebetener und vor allem unerbittlicher Gast. Der entstehende Schaden ist unermesslich. In der Bundesrepublik sind pro Jahr mehr als 800 Tote bei Bränden in Wohnungen und Eigenheimen zu beklagen. Brandrauch füllt innerhalb kurzer Zeit nach Brandausbruch eine Wohnung vollständig aus. Der hohe Kohlenmonoxidgehalt im Rauch lässt schlafenden Personen bewusstlos werden. Häufig tritt der Erstickungstod schon ein, bevor die Feuerwehr überhaupt alarmiert ist.
Tun Sie etwas für die Sicherheit Ihrer Familie. Nutzen Sie im häuslichen Bereich Rauchmelder als ein lebensrettendes Frühwarnsystem.
Wie funktionieren Rauchmelder?
Die Geräte unterschiedlicher Hersteller arbeiten grundsätzlich nach gleichen oder ähnlichen Methoden. Die Rauchmelder verfügen über eine Messkammer, in der in bestimmten Intervallen kurzzeitig eine Lichtquelle eingeschaltet wird. Treten Rauchpartikel in diese Messkammer ein, aktiviert das dabei entstehende Streulicht eine Fotozelle. Diese löst die Alarmierungseinrichtung aus und warnt durch einen lauten Signalton. Personen, die sich in einer Brandwohung befinden, können schnell und situationsbezogen reagieren - die eigene Familie in Sicherheit bringen, die Feuerwehr alarmieren, Mitbewohner im Haus warnen oder den Entstehungbrand bekämpfen. Im Notfall gibt ein Rauchmelder Ihnen Zeit, all das zu erledigen.
Wo braucht man Rauchmelder?
In Privathaushalten ist ein Rauchmelder in einem zentral gelegenen Raum wie z.B. im Flur anzubringen. An der Schnittstelle zwischen Wohn- und Schlafbereich werden somit auch Schlafende durch den Signalton auf eine drohende Gefahr aufmerksam gemacht.
In mehrstöckigen Wohnhäusern empfiehlt es sich, in jedem Stockwerk mindestens einen Rauchmelder vor dem Schlafbereich zu montieren. Darüber hinaus sind vor allem Kinderzimmer durch ein zusätzliches Gerät zu schützen. Küche und Bad sollten ausgenommen werden, da Wasserdämpfe zu Fehlalarmen führen können. In kleinen Appartments mit einem Schlaf-/Wohnraum installieren Sie einen Rauchmelder in der Nähe Ihres Schlafplatzes an der Decke.
Sichern Sie Ihre Kinder und sich mit Geräten, die man untereinander verbinden kann. Löst ein Rauchmelder den Alarm aus, ertönt das Warnsignal auch über alle anderen Geräte. Rauchmelder sind an der Decke in der Mitte des jeweiligen Raumes anzubringen. Dort können die Geräte im Fall eines Feuers eine optimale Frühwarnung gewährleisten.
Als Mindestschutz sollte wenigstens ein Rauchmelder pro Wohnung an zentraler Position montiert werden. Für mehrstöckige Häuser oder Wohnungen gilt ebenfalls als Mindestschutz ein Rauchmelder pro Etage und Wohnung, jedoch ist auch im Keller und auf dem Dachboden eine Installation sinnvoll, da sich hier sehr oft unbeobachtete Brände entwickeln.
Wie montiert man Rauchmelder?
Keine Angst vor schwierigen "Operationen" - die Geräte werden mit ausführlicher Gebrauchsanweisung und Montageanleitung, also montagefertig mit Batterie, Schrauben und Dübeln, geliefert. In aller Regel müssen die Rauchmelder nur mit zwei kleinen Schrauben in die Decke geschraubt werden, bzw. es wird eine kleine Grundplatte an der Decke befestigt, in der ein Rauchmelder arretiert wird. Also einfach an die Decke schrauben und fertig.
Was tun, wenn es brennt?
Bewahren Sie Ruhe. Geraten Sie nicht in Panik!
Verlassen Sie mit allen anderen Haushaltsmitgliedern umgehend die Wohnung. Halten Sie sich nicht auf, um irgendetwas mitzunehmen.
Bewegen Sie sich bei dichtem Rauch möglichst in Bodennähe.
Halten Sie Türen und Fenster brennender Räume geschlossen, um eine Ausbreitung von Feuer und Rauch zu verhindern.
Warnen Sie andere Hausbewohner.
Rufen Sie die Feuerwehr (112) so schnell wie möglich von außerhalb der Wohnung oder des Hauses an und nennen Sie Namen, Anschrift und Brandort.
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